Neuer Verein soll ländlichen Raum stärken

14.06.2017, Wetter Esborn - Der Verein Ennepe.Zukunft.Ruhr will den ländlichen Raum stärken. Für professionelle Begleitung ist nun Regionalmanagerin Sofia König zuständig.

 

Blumen für die neue Regionalmanagerin Sofia König gab es jetzt bei der Mitgliederversammlung des Vereins Ennepe.Zukunft.Ruhr im Vereinsheim am Böllberg. Bereits im Jahr 2014 hatten sich die fünf Städte Sprockhövel, Breckerfeld, Ennepetal, Gevelsberg und Wetter zu einer Region zusammengeschlossen und an der Bewerbung für das Förderprojekt zur „Leader-Region Ennepe Zukunft Ruhr“ teilgenommen, mit dem der ländliche Raum gestärkt werden sollte – allerdings ohne Erfolg. Weil aber dennoch an der regionalen Entwicklungsstrategie weitergearbeitet wurde, haben die Städte nun das (finanziell etwas geringer ausgestattete) Förderangebot des NRW-Umweltministeriums für das neue Programm „VITAL NRW“ angenommen. VITAL steht für Verantwortlich, Innovativ, Tatkräftig, Attraktiv und Ländlich.

 

Ziel auch dieses Förderprogrammes ist es, den ländlichen Raum zu stärken und zwar in sozialer, ökologischer und wirtschaftlicher Hinsicht. Eine aktive und gezielte Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern, Vereinen, Verbänden und Institutionen bis 2023 ist möglich und auch erwünscht.

 

Stadtplanerin angestellt

Vor diesem Hintergrund ist die Vereinsgründung von Ennepe.Zukunft.Ruhr zu sehen, dem rund 30 Personen als Gründungsmitglieder angehören. Professionell wird nun Sofia König die Arbeit des Vereins bei der Umsetzung der regionalen Entwicklung begleiten und unterstützen. Die 28-jährige Hagenerin hat in Dortmund Stadtplanung studiert und im Anschluss ein Jahr in als Stadtplanerin bei der Aachener Verwaltung gearbeitet. Mit ihrem neuen Job kehrt sie zurück in ihrem Heimat. „Meine Idee war immer, vor Ort etwas zu leiten und Entwicklungen anzustoßen“, so die neue Regionalmanagerin in der Mitgliederversammlung.

 

Zur Begrüßung rückte Wetters Bürgermeister Frank Hasenberg in der „guten Stube des TuS Esborn“ das zentrale Thema der Idee in den Fokus: „Hier geht es um bürgerschaftliches Engagement und darum, Bürger einzubinden. Bürger arbeiten hier für Bürger. Auch in Esborn haben wir uns mit dem Bürgerforum schon auf diesen Weg gemacht. Das Bürgerforum arbeitet für uns in Wetter hier bei VITAL aktiv mit.“ Dann stiegen dei Mitglieder in die Tagesordnung ein, die u.a. die Wahl des Projektausschusses vorsah. Anzahl und Zusammensetzung dieses Ausschusses mit Personen aus bestimmten gesellschaften Gruppierungen sind vorgeschrieben. Da sich für die Leader-Bewerbung bereits ein solcher Projektausschuss gebildet hatte, wurden nun dieselben 23 Personen auch in das neue Gremium gewählt. Für Wetter sind Birgit Gräfen-Loer und Renate Krisor (Bürgerforum Esborn) in dem Ausschuss vertreten. „Was wird denn von diesem Projektausschuss erwartet?“ wollte eine Besucherin wissen. Vorstandsmitglied Susanne Görner, bei der Stadt Sprockhövel für Bauen und Planen zuständig, erläuterte: „Dieser Ausschuss befasst sich mit der Auswahl und Konzeption der zu fördernden Projekte, tauscht sich mit anderen VITAL-Regionen aus, kontrolliert und bewertet die regionale Entwicklungsstrategie und vermittelt auch Aufgaben an die Bürger.“ Zudem gehöre ein jährlicher Tätigkeits- und Erfahrungsbericht zu den Aufgaben des Gremiums.

 

Verein muss sich finden

Woher denn die Projekte eigentlich kommen, wer sie dennn vorschlage und auswähle, wollte ein anderer Besucher wissen. Die Antwort: Jedermann könne Projekte vorschlagen, über die dann der Projektausschuss anhand bestimmter Kriterien befinden müsse. In die Bürgerschaft getragen werden die Projekte schließlich mit den sogenannten Kompetenzgruppen, die offen sind für alle Bürger, öffentlich tagen und in denen fachbezogen Themen beraten werden sollen. Fakt ist aber auch, dass bereits 40 Projekte für die regionale Entwicklungsstrategie angedacht wurden. Wie hoch ist der Fördersatz, wie werden ehrenamtliche Leistungen abgerechnet, was passiert nach Ende des Förderprogramms mit den Projekten? Fragen über Fragen tauchten im Verlauf der ersten Mitgliederversammlung auf, die deutlich machten, dass sich der neue Verein erst noch finden muss. Was wohl auch für die Regionalmanagerin gilt, bei der künftig alle Fäden zusammen laufen werden. „Die nächsten Treffen werden auf der neuen Homepage veröffentlicht – ebenso wie alle Projekte. Aber bis der Internetauftritt fertig ist, dauert es noch vier bis sechs Wochen“, stellte Sofia König in Aussicht.

Kontakt

Sofia König

Regionalmanagerin

VITAL.NRW - Ennepe.Zukunft.Ruhr

 

Bismarckstr. 21

58256 Ennepetal

MAIL: koenig@ennepe-zukunft-ruhr.de

TEL: 02333 / 979 330